Thrash Rumble Hannover #2 – 04.05.2018, Hannover

Samstach Abend, volle Hütte… so der Plan bei der zweiten Ausgabe vom Thrash Rumble im SubKultur Hannover.  Schön erkältet und mit dicker Birne wird also in die niedersächsische Landeshauptstadt geballert und ich bin erstmal überrascht, dass es hier einen adäquaten Rockschuppen gibt. Sonst ist Hannover ja eigentlich nur für einen langweiligen Fussballverein und die Scorpions bekannt (sorry, aber is so).

Die als Opener angekündigten Lokalmatadoren Surgical Strike mussten leider absagen, da Ihnen kurzfristig der Schlagwerker abhanden gekommen ist. Ersatz sind an diesem Abend Source of Rage aus Hildesheim, die ich mir –  Schande über mich – nur durch die Wand von draußen anhöre. Es knattert ganz nett und Augenzeugen berichten mir im Nachhinein von einer adäquaten Show.

Detraktor präsentieren sich an diesem Abend frisch komplettiert mit neuem Bassisten Juan, und der neuen EP „Size Matters“ im Gepäck. Metallica-like geht es mit einem Instrumental-Intro ins Set, gefolgt von „Derednekk“ und „Red Ride“ – zwei Songs des neuen Outputs. Verglichen mit dem letzten Liveauftritt in der Hebebühne Altona im November 2017, sind da zwei Schritte nach vorn gemacht. Zum einen weil die Songs nach den Aufnahmen noch ein bisschen gereifter wirken und weil der Tieftöner dem ganzen wieder mehr Wumms verleiht. Es folgen 3 Songs von der vorherigen EP bis mit „Goddammit“ und „B.S.P.I“ das Set beendet wird. Die Bühnenpremiere von Juan kann man wohl als bestanden werten und darf beim Folgegig am Tag drauf beim Metal Bash Festival bestätigt werden.

Hauptact des Abends sind die Siegener Thrash-Veteranen Accu§er. Auch hier gibt es von Januar ein neues Album namens „The Mastery“ zu vermelden. Mit dem Track Mission:Missile von selbigem gehts auch schnurstracks in ein mit alten Stücken gespicktes Set. Über 30 Jahre rockt die Combo jetzt schon und ist bei mir vollkommen in Vergessenheit geraten, abgesehen von einem Polen-Tape von „Repent“ aus den 90ern, dass irgendwo in meinem Sammelsurium alter Medien auf sein Comeback wartet. Zwei Tracks , „Rotting from within“ und der Titeltrack von diesem folgen nämlich sogleich und ich fühle mich direkt abgeholt. Frischherb klingt das alles, passend zur generellen Welle an deutschen Thrash-Bands mit Warpath, Darkness oder eben auch Accu§er, die aus dem Dornröschenschlaf erwacht ist und an vergangene Tage anknüpft. Was mir auffällt, ist die Prise Groove die dazugekommen ist. Gelungene Samstagabendunterhaltung, die auch das übrige Publikum gerne honoriert.

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